Einsparpotenzial Medizintechnik

Innovative Medizintechnik in der Praxis

In den rechts aufgeführten Rubriken finden Sie zahlreiche Beispiele moderner Medizintechnik, die nicht nur Verbesserungen für die Patienten mit sich bringen, sondern gleichzeitig auch Einsparungen ermöglichen. Es handelt sich dabei um die Produkt- und Prozessbeispiele der seit 2006 veröffentlichten Studienreihe zum Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik.

Ob und wie stark die dargestellten Einsparmöglichkeiten in der Praxis realisiert werden können bzw. konnten, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits sind die konkreten Gegebenheiten der einzelnen Krankenhäuser oder Arztpraxen von Bedeutung. So kann beispielsweise durch Lernkurven und degressive Kostenverläufe die Effektivität moderner Medizintechnik mit der Häufigkeit ihres Einsatzes bei bestimmten Diagnose- oder Operationsarten steigen. Auch durch Medizintechnik ermöglichte Prozessoptimierungen können nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn die organisatorische und personelle Situation dies zulässt. Gewachsene, nur schwer änderbare Strukturen können sich im Einzelfall dabei negativ auswirken. Natürlich spielt auch das Thema Erstattung eine wichtige Rolle. So werden beispielsweise kürzere Liegezeiten in der Regel nicht belohnt, d.h. die Ersparnis fällt nicht beim Krankenhaus, sondern beim Ausgabenträger, sprich bei den Krankenkassen an. Diese Unsicherheiten wurden bei den in der Studienreihe betrachteten Beispielen insofern berücksichtigt, dass bei den Hochrechnungen immer nur von einer teilweisen Marktdurchdringung ausgegangen wurde.

Zur weiteren Präzisierung der Effekte, mit denen sich innovative Medizintechnik in Prozessverbesserungen und  Kosteneinsparungen in der Praxis niederschlagen, wird der direkte Meinungsaustausch mit Experten aus Krankenhäusern intensiviert. Hierzu wurde im zweiten Halbjahr 2011 unter der Leitung von Dr. Marcus Fuchs (Droege & Comp.) eine Reihe persönlicher, strukturierte Experteninterviews gestartet.

Parallel zu den Krankenhäusern, Kliniken und Praxen gibt es natürlich auch bei den Medizintechnikherstellern Innovationshürden, die dazu führen können, dass innovative Produkte nicht oder nur mit erheblicher Verzögerung ihren Weg zum Patienten finden. In einer aktuellen Studie der Universität Witten/Herdecke zum Innovationsmanagement der deutschen Medizintechnikhersteller1 werden dabei insbesondere die Punkte Gesetzgebung, Kosten/Aufwand der Zulassung sowie die Kosten der Produktentwicklung genannt.

 

1Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko, Dipl.-Volksw. Lisanne M. Jandeck/ Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Universität Witten/Herdecke: Erfolg durch Innovation: Das Innovationsmanagement der deutschen Medizintechnikhersteller (2011)


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