Einsparpotenzial Medizintechnik

Das Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik

Die Innovationsstärke ist eines der Kennzeichen der deutschen Medizintechnik. Knapp neun Prozent ihres Umsatzes investieren die Unternehmen in den Bereich Forschung und Entwicklung (FuE). Das Ergebnis ist ein medizintechnischer Fortschritt, der fast permanent zahlreiche neue Diagnose-, Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten bietet und die Lebensqualität von Patienten und Betroffenen deutlich steigert. Die Anwendung moderner Verfahren bedeutet im ersten Schritt jedoch in der Regel auch höhere Kosten. Weil eine differenzierte Betrachtung dieser Investitionen häufig nicht erfolgt, wird die Medizintechnik daher vielfach als ein Kostentreiber des Gesundheitswesens dargestellt.

Dabei fehlt es aber an einer gesamtwirtschaftlichen Bewertung, bei der die Kosten-Nutzen-Effekte für die Volkswirtschaft durch den Einsatz von medizintechnischen Innovationen als Maßgabe dienen. Hierbei müssen vor allem auch oft die indirekten Kosteneinsparungen durch die Vermeidung oder Heilung von Krankheiten aufgrund der neuen Verfahren herangezogen werden. Dazu gehören etwa Faktoren wie schnellere Genesung, körperliche Unversehrtheit, rasche Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess oder Lebenszeit. Diese Kosteneinsparungen sind einerseits nur schwer quantifizierbar, andererseits werden sie in der finanziellen Bilanz des Gesundheitswesens praktisch nicht berücksichtigt.

Neben diesen nur schwer quantifizierbaren Faktoren gibt es aber auch messbare Größen die zeigen, dass sich durch innovative Medizintechnik Kosteneinsparpotenziale ergeben können. Dies betrifft insbesondere den Bereich der direkten Kosteneinsparungen, bei denen durch modernste Technik bestehende Diagnose-, Behandlungs- oder Therapiemöglichkeiten verbessert und damit effizienter werden. Dazu zählen zum Beispiel kürzere Operationszeiten, kürzere Liegezeiten, die Reduzierung von Personalkosten oder Materialeinsparungen.

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